Kiefer- und Zahnabweichungen – Welche Fälle können auftreten?

Kieferorthopädie Berlin Kieferorthopädie - Typen der Zahn- & Kieferfehlstellung

Häufige Ursachen für Anomalien im Zahn- und Kieferbereich

Fehlstellungen von Kiefer oder Zähnen können sehr unterschiedliche Ursachen haben und treten häufig kombiniert auf. Bei den meisten Menschen ist die Gebissform durch erbliche wie auch äußeren Faktoren geprägt. Für die ProgenieProgenieProgenie bezeichnet eine Kieferfehlstellung, die durch einen umgekehrten Überbiss der Schneidezähne (frontaler Kreuzbiss) als Leitsymptom charakterisiert ist. Der frontale Kreuzbiss wird meist durch ein Missverhältnis der Lagebeziehung des Oberkiefers zum Unterkiefer verursacht (es sind auch reine Fehlstellungen der oberen und unteren Schneidezähne zu berücksichtigen). ( der vorstehende Unterkiefer ) sind meistens Erbfaktoren verantwortlich, während bei anderen Fehlstellungen eher äußere Einflüsse wie Lutschen oder längerer Gebrauch eines Nuckels, früher Verlust von Milchzähnen oder bleibender Zähne dazu führen können.

Welche Typen es gibt - vom DeckbissDeckbissDer Begriff Deckbiss ( oder auch: Überbiss ) beschreibt grundsätzlich das Lageverhältnis von Oberkieferfrontzähnen zu Unterkieferfrontzähnen. Man unterscheidet dabei: Vorbiss, horizontalen Überbiss und vertikalen Überbiss. Sind die Unterkieferfrontzähne vollständig bedeckt, wird dies Deckbiss genannt. bis zur ProgenieProgenieProgenie bezeichnet eine Kieferfehlstellung, die durch einen umgekehrten Überbiss der Schneidezähne (frontaler Kreuzbiss) als Leitsymptom charakterisiert ist. Der frontale Kreuzbiss wird meist durch ein Missverhältnis der Lagebeziehung des Oberkiefers zum Unterkiefer verursacht (es sind auch reine Fehlstellungen der oberen und unteren Schneidezähne zu berücksichtigen). - und wann und wie diese behandelt werden können - von der Zahnspange bis zur Kieferchirurgie - haben wir hier für Sie zusammengefasst. Bei Patienten zwischen dem 10. und 18. Lebensjahr werden die Kosten für die notwendige kieferorthopädische Behandlung im Rahmen des Leistungskatalogs üblicherweise von der Krankenkasse übernommen. Grundsätzlich zahlt die gesetzliche Krankenkasse nur für Zahnfehlstellungen und Kieferanomalien, deren Korrektur aus nachweislich medizinischen Gründen notwendig ist. Die Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung nach Beginn des 18. Lebensjahres übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nur in wenigen Ausnahmefällen.

Der DeckbissDeckbissDer Begriff Deckbiss ( oder auch: Überbiss ) beschreibt grundsätzlich das Lageverhältnis von Oberkieferfrontzähnen zu Unterkieferfrontzähnen. Man unterscheidet dabei: Vorbiss, horizontalen Überbiss und vertikalen Überbiss. Sind die Unterkieferfrontzähne vollständig bedeckt, wird dies Deckbiss genannt.

Fehlstellung DeckbissSteil stehende, nach hinten gekippte, mittlere Oberkiefer-Frontzähne. Die seitlichen Schneidezähne stehen oft nach vorn, die Frontzähne im Unterkiefer werden durch den typischen, tiefen Biss verdeckt.

Behandlungszeitraum:

Am besten zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr. Bei bestehender Rücklage des Unterkiefers, erst nach Durchbruch aller Zähne.


Der DistalbissDistalbissWenn der Oberkiefer zu weit vorn, bzw. der Unterkiefer zu weit hinten steht, ist Platz zwischen den oberen und unteren Schneidezähnen vorhanden. Diese Fehlstellung kann durch das Lutschen verstärkt werden. Der Distalbiss mit zurückliegendem Unterkiefer ist die am häufigsten vorkommende Kieferfehlstellung und sehr oft kombiniert mit einem tiefen Biss.

Fehlstellung DistalbissDas Kinn liegt durch Unterentwicklung oder die Rücklage des Unterkiefers zu weit hinten. Meistens stehen dabei die Frontzähne des Oberkiefers nach vorne heraus.

Behandlungszeitraum:

Ideal zwischen dem 8. und 12. Lebensjahr, aber auch im Erwachsenenalter,nach Abschluss des Wachstums möglich.

Therapie:

Es erfolgt in einigen Fällen zuerst eine Extraktionstherapie. Daran anschließend erfolgt eine Behandlung mit festsitzenden oder herausnehmbaren Apparaturen oder alternativ in schweren Fällen eine kieferorthopädische Behandlung mit kieferchirurgischer Korrektur der knochenseitigen Diskrepanz zwischen Ober- und Unterkiefer.


Der EngstandEngstandEngstand der Zähne, auch Zahnengstand oder Schmalstand, "Platzmangel": Missverhältnis zwischen der Länge des knöchernen Zahnbogens und der Summe der Zahnbreiten; meist dadurch bedingt, dass genetisch gesehen zwischen der (zu breiten) Erbanlage der Zähne und einem zurückgebildeten Kiefer ein Größen-Missverhältnis besteht. Beim Engstand treten vermehrt Karies, bedingt durch erschwerte Reinigung, und Parodontalerkrankungen auf.

Fehlstellung EngstandTritt auf, wenn die Zähne zu wenig Platz haben.

Behandlungszeitraum:

Zwischen dem 7. und 8. Lebensjahr. Bei frühzeitigem Behandlungsbeginn kann fast immer die später notwendige Extraktion bleibender Zähne vermieden werden.

Therapie:

Nach dem Durchbruch aller bleibenden Zähne entscheidet sich, ob eine Weiterbehandlung notwendig ist. Nur bei extremen Platzmangel oder erblicher Vorbelastung wird unter ärztlicher Aufsicht eine präzise Extraktion, zunächst von Milchzähnen später von bleibenden Zähnen durchgeführt. Darauf aufbauend, erfolgt eine ca. 18-monatige Therapie mittels einer geeigneten, festsitzenden Spange. Zufriedenstellende Behandlungsergebnisse sind bei Extraktionspatienten am besten durch festsitzende Multibandbehandlungen zu gewährleisten. Andernfalls könnte es zu Kippungen von Zähnen und Restlücken kommen.

Nach Durchbruch der bleibenden Zähne oder im Erwachsenenalter wird meist eine Extraktionstherapie mit festsitzender Behandlung empfohlen, wobei eventuell stark zerstörte oder bereits wurzelbehandelte Zähne gezogen werden. Nur bei leichten Engständen können die Zähne durch Stripping schmaler gemacht und die Zahnbögen ausgerundet werden.


Der KreuzbissKreuzbissBei der regulären Verzahnung beißen die zur Wange gewandten Höcker der Unterkieferseitenzähne mittig zwischen die Höcker der Oberkieferseitenzähne. Analog treffen die Schneidekanten der Unterkieferfrontzähne auf die zum Gaumen gewandten Flächen der Oberkieferfrontzähne. Beißen nun die Höcker der Unterkieferseitenzähne seitlich an den Höckern der Oberkieferseitenzähne vorbei, liegt ein Kreuzbiss vor. Analog gibt es bei den Schneidezähnen den frontalen Kreuzbiss (Unterkieferschneidezähne stehen vor den Oberkieferschneidezähnen).

Fehlstellung KreuzbissWenn im Seitenzahnbereich die Zähne des Oberkiefers weiter nach innen stehen als die Zähne des Unterkiefers, so wird das KreuzbissKreuzbissBei der regulären Verzahnung beißen die zur Wange gewandten Höcker der Unterkieferseitenzähne mittig zwischen die Höcker der Oberkieferseitenzähne. Analog treffen die Schneidekanten der Unterkieferfrontzähne auf die zum Gaumen gewandten Flächen der Oberkieferfrontzähne. Beißen nun die Höcker der Unterkieferseitenzähne seitlich an den Höckern der Oberkieferseitenzähne vorbei, liegt ein Kreuzbiss vor. Analog gibt es bei den Schneidezähnen den frontalen Kreuzbiss (Unterkieferschneidezähne stehen vor den Oberkieferschneidezähnen). genannt. Meist ist der Oberkiefer zu schmal und führt so zu einer Abweichung des Unterkiefers auf die vom KreuzbissKreuzbissBei der regulären Verzahnung beißen die zur Wange gewandten Höcker der Unterkieferseitenzähne mittig zwischen die Höcker der Oberkieferseitenzähne. Analog treffen die Schneidekanten der Unterkieferfrontzähne auf die zum Gaumen gewandten Flächen der Oberkieferfrontzähne. Beißen nun die Höcker der Unterkieferseitenzähne seitlich an den Höckern der Oberkieferseitenzähne vorbei, liegt ein Kreuzbiss vor. Analog gibt es bei den Schneidezähnen den frontalen Kreuzbiss (Unterkieferschneidezähne stehen vor den Oberkieferschneidezähnen). betroffene Seite. Sollte diese Fehlstellung nicht behandelt werden, besteht die Gefahr eines einseitigen Wachstums des Unterkiefers sowie der ungleichmäßigen Belastung der Kiefergelenke.

Behandlungszeitraum:

So früh wie möglich um das Kieferwachstum voll ausnutzen zu können.

Therapie:

Bei einem frühen Behandlungsbeginn erfolgt die Behandlung meist mit herausnehmbaren Apparaturen.


Der offene Biss

Fehlstellung offener BissEin offener Bissoffener BissHiatodontie, besonders im Schneidezahnbereich vorkommendes "nicht Zusammenbeißen" aller oder einiger Zähne des Ober- mit dem Unterkiefer. Als Hauptursache dieses multifaktoriellen Geschehens gilt das Lutschen (sog. lutschoffener Biss) über ein gewisses Säuglingsalter hinaus, sodass bleibende Kieferverformungen auftreten; weniger ausgeprägt sind genetische Faktoren und Parafunktionen. liegt vor, wenn die oberen Frontzähne nicht die unteren Frontzähne berühren und Zunge oder Lippe sich in die bestehende Lücke pressen. Das liegt an der fehlenden Überlappung von Ober- und Unterkieferfrontzähnen, tritt häufig durch Daumenlutschen, Mundatmen und Zungenpressen auf.

Behandlungszeitraum:

So früh wie möglich, auch schon im Kleinkindalter. Andernfalls kann es zu weiteren Veränderungen wie z.B. Unterentwicklung des Unterkiefers und des sogenannten Schmalkiefers im Oberkiefer kommen.

Therapie:

Die Behandlung erfolgt mit konfektionierten oder individuell angefertigten Geräten und dauert in der Regel 1 - 2 Jahre, manchmal auch länger. Da durch Mundatmung und Weichteilprobleme (Zunge, Lippe, Daumenlutschen) das Wachstum des Knochens negativ verändert wird, wird im Idealfall bereits umgehend nach Durchbruch der Oberkiefer- und Unterkieferfrontzähne mit der Behandlung begonnen. Ein Hals-Nasen-Ohren Arzt prüft vorher, ob vergrößerte Polypen bzw. Allergien vorliegen, die die eigentliche Nasenatmung beeinträchtigen können. In vielen Fällen ist der offene Biss mit DistalbissDistalbissWenn der Oberkiefer zu weit vorn, bzw. der Unterkiefer zu weit hinten steht, ist Platz zwischen den oberen und unteren Schneidezähnen vorhanden. Diese Fehlstellung kann durch das Lutschen verstärkt werden. Der Distalbiss mit zurückliegendem Unterkiefer ist die am häufigsten vorkommende Kieferfehlstellung und sehr oft kombiniert mit einem tiefen Biss., EngstandEngstandEngstand der Zähne, auch Zahnengstand oder Schmalstand, "Platzmangel": Missverhältnis zwischen der Länge des knöchernen Zahnbogens und der Summe der Zahnbreiten; meist dadurch bedingt, dass genetisch gesehen zwischen der (zu breiten) Erbanlage der Zähne und einem zurückgebildeten Kiefer ein Größen-Missverhältnis besteht. Beim Engstand treten vermehrt Karies, bedingt durch erschwerte Reinigung, und Parodontalerkrankungen auf. im Oberkiefer und Unterkiefer sowie Mundatmung verbunden.

Die eigentliche Behandlung erfolgt durch mechanisches Abhalten von Zunge, Lippe bzw. Daumen, die häufig für den offenen Biss verantwortlich sind. Zusätzlich erfolgt ein aktiver Lückenschluss wenn nötig durch gleichzeitige Expansion im Ober- und Unterkiefer sowie gezielte Wachstumsförderung des unterentwickelten Unterkiefers bzw. Wachstumshemmung des Oberkiefers. Nach Schließung des offenen Bisses ist häufig eine anschließende logopädische Behandlung zum Zungen- und Lippentraining sinnvoll und ggf. die Mundatmung umzustellen.


Die ProgenieProgenieProgenie bezeichnet eine Kieferfehlstellung, die durch einen umgekehrten Überbiss der Schneidezähne (frontaler Kreuzbiss) als Leitsymptom charakterisiert ist. Der frontale Kreuzbiss wird meist durch ein Missverhältnis der Lagebeziehung des Oberkiefers zum Unterkiefer verursacht (es sind auch reine Fehlstellungen der oberen und unteren Schneidezähne zu berücksichtigen).

Fehlstellung ProgenieGut erkennbar daran, dass das Kinn zu weit vorne liegt, die oberen Frontzähne hinter den unteren Frontzähnen stehen oder eine sogenannte Kantbissstellung entstanden ist. Möglicherweise kann auch der Oberkiefer zu kurz sein (Pseudoprogenie).

Behandlungszeitraum:

So früh wie möglich. Die besten Ergebnisse werden erreicht, wenn zwischen dem 4. und 6. Lebensjahr mit der Behandlung begonnen wird. Da der Oberkiefer zur Unterentwicklung neigt, besteht daraus resultierend, häufig ein Platzmangel für die Zähne. Daher sind eine Expansion und der dadurch entstehende Platzgewinn von großer Bedeutung.

Therapie:

Gezielte Wachstumsförderung im Oberkiefer und damit korrespondierende Wachstumshemmung im Unterkiefer. Häufig ist die Zunge mitverantwortlich für das Krankheitsbild, daher muss sie trainiert werden. Wenn die erbliche Vorbelastung überwiegt, stellt sich der Behandlungserfolg in wenigen Fällen nicht ein. Dann erfolgt eine Behandlung erst mit ca. 17 bis 18 Jahren. Diese Therapie besteht dann aus einer festsitzenden kieferorthopädischen Vorbehandlung und anschließendem kieferchirurgischen Eingriff mit entsprechender Verkürzung des Unterkiefers bzw. Vorverlagerung des Oberkiefers.

Spezialistin für Kieferorthopädie und Invisalign

Dr. med. dent. Kathrin Zimny, MSc.
Spezialistin für Kieferorthopädie und Invisalign

Dr. Kathrin Zimny ist dreifache Mutter, hat sich in einem mehrjährigen Zusatzstudium auf Kieferorthopädie und auf Kinderzahnmedizin spezialisiert. Sie wird seit mehreren Jahren in Folge in den TOP Platzierungen in Berlin für Kinderzahnärzte und Zahnmediziner mit Schwerpunkt Kieferorthopädie im Bewertungsportal von jameda geführt.

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    Ein schönes Lächeln mit geraden Zähnen ist nicht nur für unseren äußeren Eindruck wichtig – eine gesunde Zahnstellung vermeidet auch spätere Krankheiten der Zähne und des Kieferknochens.

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